Kap. 2.5

Gesundheitsökonomie

David Schwappach

Nicht alle gesundheitlichen Ziele und Maßnahmen, die grundsätzlich wünschenswert wären, sind auch finanzierbar. Die Frage, wie begrenzte Ressourcen eingesetzt werden sollen, ist eine zentrale Herausforderung für die Gesundheitssysteme weltweit. Um hier Antworten zu finden, wendet die Gesundheitsökonomie wirtschaftswissenschaftliche Theorien und Methoden auf das Gesundheitssystem an. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört dabei die Kosten-Nutzen-Bewertung gesundheitsbezogener Leistungen.

Dieser Abschnitt des Lehrbuchs beschreibt zuerst die zentralen gesundheitsökonomischen Studientypen und geht dabei insbesondere der Frage nach, wie man den Nutzen medizinischer Maßnahmen quantifizieren kann. Anschließend erläutert er, wie man Ergebnisse gesundheitsökonomischer Studien ausdrückt und interpretiert. Am Ende steht schließlich die zentrale Frage: Wie viele Ressourcen wollen Gesellschaften für zusätzliche Gesundheit aufwenden?

Schweizerische Lernziele: CPH 1, CPH 17, CPH 27 

Auf dieser Seite finden Sie die in diesem Kapitel verwendeten Literaturquellen, Hinweise zu empfohlener Vertiefungsliteratur, ergänzende Boxen, einen Link zu einem internetbasierten Tutorium sowie weiterführende Internetquellen zum Thema. 

Literaturquellen

  • Drummond MF, Sculpher MJ, Torrance GW, O’Brien BJ, Stoddart GL. Methods for the Economic Evaluation of Health Care Programmes. 3rd ed. Oxford: Oxford University Press, 2005

 

Empfohlene Vertiefungsliteratur

  • Alastair MG, Clarke PM, Wolstenholme J, Wordsworth S. Applied Methods of Cost-effectiveness Analysis in Healthcare, Oxford University Press, 2010
  • Schwappach DLB: Resource allocation, social values and the QALY: a review of the debate and empirical evidence. Health Expectations 2002; 5(3): 210-222
  • Brazier J, Ratcliffe J, Salomon JA, Tsuchiya: Measuring and valuing health benefits for economic evaluation. Oxford: Oxford University Press, 2007

 

Zusätzliche Boxen

(1) Ergänzende Box zu Kap. 2.5.1 Gesundheitsökonomische Studientypen

Web-Box 2.5.1 Fallbeispiel zur Berechnung des Kosten/Nutzen-Quotienten

Mit dem Medikament A werden die Symptome der Pollenallergie behandelt. Die Behandlung kostet pro Patient 2.400 € im Jahr. Die behandelten Patienten berichten im Durchschnitt, dass sie an 240 Tagen beschwerdefrei waren.

Das alternative Medikament B ist neu und mit Kosten von 3.100 € im Jahr deutlich teurer. Allerdings werden damit fast alle Patienten dauerhaft beschwerdefrei. Im Durchschnitt berichten sie 350 beschwerdefreie Tage.

Im Durchschnitt muss also mit Medikament B pro beschwerdefreiem Tag weniger Geld aufgewendet werden.

 

Zusätzliche Übungen

 

Internetquellen zum Thema

 (All accessed 5th July 2018)