Kap. 8.9

Unfälle

Steffen Niemann, Anke-Christine Saß

Weltweit sterben jährlich 1,3 Millionen Menschen auf den Straßen. In den Schwellenländern und den am wenigsten entwickelten Ländern sind Straßenverkehrsunfälle bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen die häufigste Todesursache. Die Vereinten Nationen (UN) haben daher im Jahr 2011 die Decade of Action for Road Safety 2011 – 2021 ausgerufen. Doch nicht nur im Bereich des Verkehrs spielen Unfälle eine große Rolle. In den Industrienationen führt die Änderung der Altersstruktur derzeit auch zu einer steigenden Anzahl von Unfällen im häuslichen Bereich.

In diesem Abschnitt des Lehrbuchs wird zuerst den Begriff des Unfalls definiert. Anschließend werden die aktuellen epidemiologischen Daten hierzu analysiert und die vorhandenen Risikofaktoren diskutiert. Zum Schluss wird erörtert, durch welche präventiven Maßnahmen Unfälle in den verschiedenen Bereichen verhindert werden können.

Schweizerische Lernziele: CPH 40, CPH 68

Auf dieser Seite finden Sie die in diesem Kapitel verwendeten Literaturquellen, Hinweise zu empfohlener Vertiefungsliteratur, ergänzende  Abbildungen sowie weiterführende Internetquellen zum Thema.

Literaturquellen

 

Empfohlene Vertiefungsliteratur

  • Bahr R, Engebretsen L, editors. Sports Injury Prevention. Oxford: Wiley-Blackwell, 2009
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Unfallstatistik. Unfalltote und Unfallverletzte 2015 in Deutschland, published 2017; https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fakten/Unfallstatistik-2015.html
  • Christoffel T, Gallagher SS. Injury prevention and public health: practical knowledge, skills, and strategies. 2nded. Sudbury, Mass: Jones and Bartlett Publishers, 2006.
  • Doll LS, Bonzo SE, Sleet DA, Mercy JA, editors. Handbook of injury and violence prevention. New York: Springer, 2007
  • Elvik R, Hoye A, Vaa T, Sorensen M. The Handbook of Road Safety Measures. 2nded. Bingley: Emerald, 2009
  • Laflamme L, Svanström L, Schelp L, editors. Safety Promotion Research. Stockholm: Karonlinska Institutet, Department of Public Health Sciences, 1999
  • McClure R, Stevenson M, McEvoy S, editors. The scientific basis of injury control. Victoria: IP Communications, 2004
  • Robertson LS. Injury Epidemiology. New York: Oxford University Press, 1992
  • Rommel A, Varnaccia C, Saß AC. Unintentional injuries and gender – Using CRT to identify specific injury profiles for men and women. European Journal of Public Health 2013; 23: 214
  • Saß AC, Rommel A. Geschlechterunterschiede bei Unfällen. Handbuch Geschlecht und Gesundheit, 2. Auflage 2016, Hogrefe, Bern, S 275-286
  • Saß AC, Rommel S. Editorial: Vorsicht, Unfallgefahr!. Bundesgesundheitsbl 2014; 57: 601-603
  • Saß AC, Schmitz R, Gutsche J, Rommel A. Unfälle in Deutschland – Woran verletzten sich Kinder und Jugendliche? Hrsg. Robert Koch–Institut, Berlin. GBE kompakt 7(2), 2016
  • Saß AC, Poethko-Müller C, Rommel A. Das Unfallgeschehen im Kindes- und Jugendalter (1-17 Jahre): Aktuelle Prävalenzen aus KiGGS Welle 1, Determinanten und Zeitvergleich. Bundesgesundheitsbl 2014; 57: 789-797
  • Varnaccia G, Rommel S, Saß AC. Das Unfallgeschehen bei Erwachsenen in Deutschland Ergebnisse der Befragung „Gesundheit in Deutschland aktuell“ 2010. Bundesgesundheitsbl 2014; 57: 604-612
  • Varnaccia G, Saß AC, Rommel S. Das Unfallgeschehen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Bundesgesundheitsbl 2014; 57: 613-620
  • Verhagen E, Van Mechelen W. Sports Injury Research. Oxford: Oxford University Press, 2010

 

Zusätzliche Abbildungen

 

Web-Abb. 8.9.1  Schätzung zum Gesamtunfallgeschehen in Deutschland (2014)

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (https://www.baua.de/DE/Home/Home_node.html)

 

Web-Abb. 8.9.2  Todesfälle pro 100.000 Einwohner nach Weltbankregionen und Unfallursache, 2015

Quelle: Global Burden of Disease (GBD) [Database], http://www.healthdata.org/gbd

 

Web-Abb. 8.9.3  Getötete im Straßenverkehr pro 1 Mio. Einwohner – ein internationaler Vergleich (2014)

Quelle: International Road Traffic and Accident Database (IRTAD), OECD

 

Internetquellen zum Thema

Daten aus Deutschland:

Daten aus der Schweiz:

  • Für die Schweiz wird durch das Unfallversicherungsgesetz die Erhebung der sichergestellt. Dort werden die Unfälle aller in der Schweiz beschäftigten Erwerbstätigen erhoben. Registriert werden sowohl Berufs- als auch Straßenverkehrs-, Sport-, Haus- und Freizeitunfälle. Straßenverkehrsunfälle werden darüber hinaus in der Regel durch die Polizei registriert. Hier gibt es jedoch eine Dunkelziffer, deren Höhe abhängig von der Art und Schwere des Unfalls ist. Alleinunfälle (u.a. mit dem Fahrrad) werden beispielsweise häufig nicht registriert.
    UVG-Statistik ; http://www.unfallstatistik.ch/
  • Weitere Datenquellen für die Schweiz: Medizinische Statistik der Krankenhäuser;    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/erhebungen/ms.html
  • Daten zu den Nichtberufsunfälle der Schweizer Bevölkerung finden Sie über http://www.bfu.ch/German/statistik/Seiten/Statistik.aspx
  • Daten zu den polizeilich registrierten Straßenverkehrsunfällen finden Sie beim Bundesamt für Strassen ASTRA: www.unfalldaten.ch. Eine GIS-basierte interaktive Darstellung ist unter dieser Adresse verfügbar: http://map.unfalldaten.ch/

Daten aus Österreich:

Daten aus der EU:

  • Die Europäische Union führt darüber hinaus mit einigen Mitgliedsländern (u.a. Deutschland) die Injury Database, deren Daten auf speziellen Erhebungen in wenigen Krankenhäusern basieren
  • EuroSafe, the European Association for Injury Prevention and Safety Promotion, is the network of injury prevention champions dedicated to making Europe a safer place. http://www.eurosafe.eu.com/

 Weitere internationale Datenquellen:

 

(All accessed 9th July 2018)