Kap. 8.3 Adipositas und Diabetes mellitus

Anita Rieder, Maria Wakolbinger, Alexandra Kautzky-Willer

Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2 gehören zu den bedeutendsten chronischen Erkrankungen im Bereich der nichtübertragbaren Krankheiten und stellen eine zentrale Herausforderung für Public Health dar. Adipositas ist einer der wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren für die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 2, da überschüssiges Fettgewebe mit Insulinresistenz, chronischen Entzündungsprozessen und metabolischen Störungen einhergeht. Die enge Verbindung beider Erkrankungen zeigt sich sowohl auf individueller Ebene als auch in der Bevölkerung und wird häufig als gemeinsames Krankheitsbild verstanden.

Die Prävalenz von Adipositas und Diabetes nimmt weltweit zu, was auf veränderte Lebensbedingungen, Bewegungsmangel, hochkalorische Ernährung und soziale Ungleichheiten zurückzuführen ist. Beide Erkrankungen sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität verbunden und erhöhen insbesondere das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, bestimmte Krebserkrankungen sowie Folgeerkrankungen wie Nephropathien oder Neuropathien. Neben gesundheitlichen Folgen verursachen sie erhebliche Kosten für Gesundheitssysteme.

Aus Public-Health-Perspektive kommt der Prävention eine zentrale Rolle zu. Maßnahmen zielen sowohl auf die Förderung eines gesunden Lebensstils als auch auf die Gestaltung gesundheitsförderlicher Umwelt- und Lebensbedingungen. Dazu gehören Bewegungsförderung, Verbesserung der Ernährungsumgebung, frühzeitige Risikoerkennung sowie die Stärkung der Gesundheitskompetenz. Eine wirksame Prävention und Kontrolle von Adipositas ist entscheidend, um die zunehmende Krankheitslast des Diabetes mellitus Typ 2 langfristig zu reduzieren.

Internationale Organisationen und Klassifikationen

Nationale Quellen

Ausgewählte Arbeiten

Lehrbücher