Kap. 7.4 Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein zentrales Instrument zur Förderung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit in einer sich stark wandelnden Arbeitswelt, die unter anderem durch Globalisierung, Digitalisierung, flexible Arbeitsformen und demografische Veränderungen geprägt ist. BGM wird definiert als die systematische Entwicklung, Steuerung und Optimierung betrieblicher Strukturen und Prozesse zur gesundheitsförderlichen Gestaltung von Arbeit. Ziel ist es, die Gesundheit der Beschäftigten langfristig zu erhalten und ihre Beschäftigungsfähigkeit zu sichern.

Kennzeichnend für BGM ist das koordinierte Zusammenspiel von drei Handlungsfeldern: dem verpflichtenden Arbeitnehmer:innenschutz, der freiwilligen betrieblichen Gesundheitsförderung sowie dem betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM), das die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach längerer Krankheit unterstützt. Modernes BGM verbindet Verhältnis- und Verhaltensprävention und berücksichtigt sowohl arbeitsbedingte Belastungen als auch individuelle Ressourcen der Beschäftigten. Eine aktive Beteiligung der Belegschaft sowie die Unterstützung durch die Unternehmensführung sind dabei entscheidend.

Die Planung eines BGM basiert auf Analysen der Altersstruktur und der krankheitsbedingten Fehlzeiten. Diese liefern wichtige Hinweise auf gesundheitliche Risiken und Handlungsbedarfe im Betrieb. Zentrale Maßnahmen betreffen unter anderem die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildung, Stressprävention und Return-to-Work-Programme. Die Wirksamkeit und Effizienz von BGM-Maßnahmen sollte regelmäßig evaluiert werden, um nachhaltige und zielgerichtete Gesundheitsförderung im Betrieb sicherzustellen.

Profiles für das gesamte Kapitel 7:

GO 1.23, GO 4.1, GO 4.2, GO 4.5, GO 5.2, GO 5.2, EPA 1d

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Literaturquellen

Empfohlene Vertiefungsliteratur

Internetquellen zum Thema

(All accessed 30 October 2023)