Kapitel 4 Gesundheitsförderung und Prävention

Thomas E. Dorner, Matthias Egger, Lotte Habermann-Horstmeier, Marcel Zwahlen

Gesundheitsförderung und Prävention gehören zu den zentralen Aufgaben von Public Health. Beide verfolgen das Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte: Während Gesundheitsförderung Ressourcen aufbaut und Lebensbedingungen verbessert, zielt Prävention darauf ab, die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern bzw. ihre Folgen zu verringern. Da Gesundheit und Krankheit von ähnlichen Faktoren beeinflusst werden, überschneiden sich beide Bereiche häufig.

Zu Beginn erläutert das Kapitel die theoretischen Grundlagen. Gesundheitsförderung orientiert sich am salutogenetischen Ansatz und stärkt individuelle wie strukturelle Gesundheitsressourcen. Prävention hat ihre Wurzeln in der Pathogenese und konzentriert sich auf die Reduktion von Risiken. Das sozial-ökologische Modell von Dahlgren und Whitehead zeigt, dass Gesundheit auf verschiedenen Ebenen – vom individuellen Verhalten bis zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen – entsteht. Entsprechend müssen Interventionen strukturelle Verhältnisse und individuelles Verhalten gleichermaßen berücksichtigen. Besonders stark beeinflusst der soziale Status die Gesundheitschancen, was gesundheitliche Ungleichheiten erklärt.

Im weiteren Verlauf werden zentrale gesundheitsrelevante Verhaltensweisen vorgestellt, die erheblich zur Krankheitslast beitragen: Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Tabakkonsum, Alkoholmissbrauch und Stress. Diese Faktoren sind häufig Teil eines übergreifenden Lebensstils, der wiederum eng mit sozialen Ressourcen und Lebensbedingungen verknüpft ist. Um gesundheitsbezogenes Verhalten dauerhaft zu verändern, benötigen Menschen ausreichende Gesundheitskompetenz (Health Literacy).

Das Kapitel beschreibt zudem die Rolle der Akteur:innen im Gesundheitswesen. Public-Health-Fachpersonen entwickeln Maßnahmen und Projekte, um die Gesundheit von Bevölkerungsgruppen zu verbessern – etwa im Setting Schule, Betrieb oder Quartier. Ärztinnen und Ärzte können im Rahmen der hausärztlichen Versorgung gesundheitsrelevantes Verhalten ansprechen, beraten und mittels Screening- oder Vorsorgeuntersuchungen zur frühen Erkennung von Krankheiten beitragen. Bevölkerungsweite Screening-Programme verfolgen das Ziel, Erkrankungen in einem frühen Stadium zu erfassen und so schwerere Folgen zu verhindern.

Insgesamt zeigt das Kapitel, wie Gesundheitsförderung und Prävention ineinandergreifen und dass nachhaltige Gesundheitsverbesserungen nur durch ein Zusammenspiel von strukturellen Veränderungen, individuellen Kompetenzen und gezielten Interventionen erreicht werden können.

Die Übersicht unten führt Sie durch Klicken auf die jeweiligen Begriffe zu den zusätzlichen Materialien.

4.1  Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention

  • Literaturquellen
  • Empfohlene Vertiefungsliteratur
  • Zusätzliche Videos
  • Zusätzliche Radiosendungen
  • Internetquellen zum Thema

4.2  Gesundheitsverhalten und Lebensstile

  • Literaturquellen
  • Empfohlene Vertiefungsliteratur
  • Zusätzliche Tabellen
  • Zusätzliche Boxen
  • Internetquellen zum Thema

4.3  Projekte der Gesundheitsförderung

  • Literaturquellen
  • Empfohlene Vertiefungsliteratur
  • Internetquellen zum Thema

4.4  Gesundheitsförderung und Prävention in der Arztpraxis

  • Literaturquellen
  • Empfohlene Vertiefungsliteratur
  • Zusätzliche Web-Boxen
  • Zusätzliche Tabellen
  • Internetquellen zum Thema

 4.5  Screening

  • Literaturquellen
  • Empfohlene Vertiefungsliteratur
  • Zusätzliche Abbildungen
  • Zusätzliche Web-Boxen
  • Internetquellen zum Thema