Philipp Jent, Heimo Lagler, Christian Gatterer, Christian Althaus, Cornelia Staehelin
Impfungen zählen zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen der modernen Medizin und haben maßgeblich zur Eindämmung oder Ausrottung zahlreicher Infektionskrankheiten mit hoher Krankheitslast beigetragen, darunter Pocken, Poliomyelitis, Masern oder Hepatitis B. Die aktive Immunisierung spielt dabei die zentrale Rolle, indem sie durch die Verabreichung von Antigenen eine langfristige Immunantwort auslöst. Die passive Immunisierung mit fertigen Antikörpern bietet hingegen nur einen kurzfristigen Schutz und wird gezielt eingesetzt, etwa bei Exposition besonders gefährdeter Personen.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Impfempfehlungen von nationalen Expert:innengremien erarbeitet und regelmäßig aktualisiert. Unterschieden werden Standardimpfungen für die gesamte Bevölkerung, Indikationsimpfungen für Risikogruppen oder besondere Expositionssituationen sowie ergänzende Impfungen, die primär dem individuellen Schutz dienen. Voraussetzung für eine Impfempfehlung sind Wirksamkeit, Sicherheit, Kosteneffizienz sowie eine praktikable Umsetzung. Die Impfwirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen werden systematisch überwacht.
Neben Impfungen spielen weitere präventive Maßnahmen eine wichtige Rolle. Dazu gehören die Chemoprophylaxe, etwa zur Vermeidung postoperativer Infektionen, sowie Standardhygienemaßnahmen wie Händehygiene, Isolationsmaßnahmen und populationsbezogene Strategien (z. B. Quarantäne oder Social Distancing). Diese Maßnahmen ergänzen sich gegenseitig und sind entscheidend für die Kontrolle und Prävention von Infektionskrankheiten auf individueller und gesellschaftlicher Ebene.
Auf dieser Seite finden Sie die in diesem Kapitel verwendeten Literaturquellen, Hinweise zu empfohlener Vertiefungsliteratur, ergänzende Abbildungen sowie weiterführende Internetquellen zum Thema.
Literaturquellen
- Bundesamt für Gesundheit (BAG). Schweizerischer Impfplan 2021
- Bundesamt für Gesundheit (BAG). Vorgehen nach Exposition gegenüber Blut oder anderen biologischen Flüssigkeiten (EBF) von Personal im Gesundheitswesen – aktualisierte Empfehlungen 2007. BAG Bulletin 31. 30. Juli 2007: 543-55.
- Deutsches Grünes Kreuz (DGK). Aktuelle STIKO-Empfehlungen 2017
- INFOVAC. Schweizerischer Impfplan
- Künzli et al. Successful management of a Clostridioides difficile ribotype 027 outbreak with a lean intervention bundle. J Hosp Infection 2020; 106(2):240-245
- Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch- Instituts;
- Robert Koch-Institut (RKI): STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung
- Wacha H et al. Perioperative Antibiotika-Prophylaxe. Empfehlungen einer Expertenkommission der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. Chemother J 2010;19:70-84
Empfohlene Vertiefungsliteratur
- s. Literaturquellen
Zusätzliche Abbildungen
Web-Abb. Schweizerischer Impfplan 2021.
Näheres dazu auf der Homepage des Bundesamts für Gesundheit BAG: Link
Quelle: https://www.infovac.ch/de/impfungen/schweizerischer-impfplan
Web-Abb. Impfkalender (Deutschland), 2020/21.

Internetquellen zum Thema
Daten aus Deutschland:
- Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch- Instituts;
- Deutsches Grünes Kreuz. Vorträge zum Impfschutz
- Handbuch der Impfpraxis
- Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. – Empfehlungen und Leitlinien
Daten aus der Schweiz:
- Schweizerischer Impfplan
- Eidgenössische Kommission für Impffragen
- Infovac (Informationsstelle für Impffragen)
- Safertravel (Reisemedizinische Beratung)
Daten aus Österreich:
- Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Impfplan Österreich
(All accessed 24 October 2023)
